Sprachentwicklungsverzögerung / Sprachentwicklungsstörung

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Man versteht darunter zeitliche und/oder strukturelle Abweichungen von der normalen Sprachentwicklung. Meist sind mehrere sprachliche Ebenen betroffen. Folgende Symptome können dabei auftreten:

  • Sprachverständnisstörung:
    Das Kind erschließt sich die Bedeutung der Worte und Sätze teilweise nur aus dem situativen Zusammenhang. Es hat Schwierigkeiten, komplexe sprachliche Informationen zu verstehen, z.B. beim Vorlesen einer Geschichte.
  • Wortschatzdefinzit:
    Das Kind hat qualitative und/oder quantitative Probleme beim Erwerb des Wortschatzes. Es treten Wortabruf- und Wortspeicherstörungen auf.
  • Störung des Lautsystems:
    Das Kind hat Probleme beim Erwerb des Lautinventars, d.h. es erwirbt die Laute oder die Regeln zu ihrer Kombination fehlerhaft oder unvollständig. Es spricht Wörter fehlerhaft aus (z.B. Bimmbad statt Schwimmbad, Dotohade statt Schokolade, Tinderdarten statt Kindergarten). Oftmals wird es von Außenstehenden nicht verstanden.
  • Störung im Satzbau und in der Grammatik:
    Der korrekte Satzbau ist gestört, es kommt zu Umstellungen und Auslassungen von Satzelementen z.B: „Paul Lena Ball gibt“ statt „Paul gibt Lena den Ball“ oder das Kind hat Probleme beim Erwerb des grammatischen Regelsystems. Dabei können z.B. die Konjugation und Deklination, die Zuordnung der Artikel und die Verwendung von Präpositionen betroffen sein. Z.B. „Ich habe die Kuchen geesst“ satt „ich habe den Kuchen gegessen“